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1. Timotheus 5

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1 Einen älteren Mann fahre nicht hart an, sondern ermahne ihn wie einen Vater, jüngere wie Brüder, 2 ältere Frauen wie Mütter, jüngere wie Schwestern, in aller Keuschheit[1]od. schamhafter Zurückhaltung / Reinheit. .

Von den Witwen in der Gemeinde

Lk 2,36-37; Röm 16,1-2

3 Ehre die Witwen, die wirklich Witwen sind.[2]Der Begriff »ehren« schließt in diesem Zusammenhang materielle Unterstützung mit ein. Witwen ohne Angehörige waren in der damaligen Zeit ohne richtige Altersversorgung; die Gemeinde übernahm offensichtlich die Versorgung unter bestimmten Bedingungen. 4 Wenn aber eine Witwe Kinder oder Enkel hat, so sollen diese zuerst lernen, am eigenen Haus gottesfürchtig zu handeln und den Eltern Empfangenes zu vergelten; denn das ist gut und wohlgefällig vor Gott. 5 Eine wirkliche und vereinsamte Witwe aber hat ihre Hoffnung auf Gott gesetzt und bleibt beständig im Flehen und Gebet Tag und Nacht; 6 eine genußsüchtige jedoch ist lebendig tot. 7 Sprich das offen aus, damit sie untadelig sind!
8 Wenn aber jemand für die Seinen, besonders für seine Hausgenossen[3]d.h. seine engeren Familienangehörigen und Bediensteten, die mit ihm im Haus leben. , nicht sorgt, so hat er den Glauben verleugnet und ist schlimmer als ein Ungläubiger. 9 Eine Witwe soll nur in die Liste eingetragen werden,[4]In den Gemeinden gab es offensichtlich Verzeichnisse der unterstützungsbedürftigen Witwen. wenn sie nicht weniger als 60 Jahre alt ist, die Frau eines Mannes war 10 und ein Zeugnis guter Werke hat; wenn sie Kinder aufgezogen, Gastfreundschaft geübt, die Füße der Heiligen gewaschen, Bedrängten geholfen hat, wenn sie sich jedem guten Werk gewidmet hat.
11 Jüngere Witwen aber weise ab; denn wenn sie gegen [den Willen des] Christus begehrlich geworden sind, wollen sie heiraten 12 und kommen [damit] unter das Urteil, daß sie die erste Treue gebrochen haben. 13 Zugleich lernen sie auch untätig zu sein, indem sie in den Häusern herumlaufen; und nicht nur untätig, sondern auch geschwätzig und neugierig zu sein; und sie reden, was sich nicht gehört. 14 So will ich nun, daß jüngere [Witwen] heiraten, Kinder gebären, den Haushalt führen und dem Widersacher keinen Anlaß zur Lästerung geben; 15 denn etliche haben sich schon abgewandt, dem Satan nach.
16 Wenn ein Gläubiger oder eine Gläubige Witwen hat, so soll er sie versorgen, und die Gemeinde soll nicht belastet werden, damit diese für die wirklichen Witwen sorgen kann.

Die richtige Haltung gegenüber den Ältesten

1Th 5,12-13; 1Kor 9,7-14; 3Mo 19,15.17

17 Die Ältesten, die gut vorstehen, sollen doppelter Ehre[5]od. Anerkennung; vgl. Fn. zu 5,3. wert geachtet werden, besonders die, welche im Wort und in der Lehre arbeiten. 18 Denn die Schrift sagt: »Du sollst dem Ochsen nicht das Maul verbinden, wenn er drischt!«[6]5Mo 25,4. , und »Der Arbeiter ist seines Lohnes wert«[7]Lk 10,7. Paulus führt hier das Lukas-Evangelium als heilige Schrift an und setzt seine Bekanntheit voraus. .
19 Gegen einen Ältesten nimm keine Klage an, außer aufgrund von zwei oder drei Zeugen. 20 Die, welche sündigen, weise zurecht vor allen, damit sich auch die anderen fürchten. 21 Ich ermahne dich ernstlich vor Gott und dem Herrn Jesus Christus und den auserwählten Engeln, daß du dies ohne Vorurteil befolgst und nichts aus Zuneigung tust! 22 Die Hände lege niemand schnell auf, mache dich auch nicht fremder Sünden teilhaftig; bewahre dich selbst rein!

Persönliche Ratschläge an Timotheus

23 Trinke nicht mehr nur Wasser, sondern gebrauche ein wenig Wein um deines Magens willen und wegen deines häufigen Unwohlseins. 24 Die Sünden mancher Menschen sind allen offenbar und kommen vorher ins Gericht; manchen aber folgen sie auch nach. 25 Gleicherweise sind auch die guten Werke allen offenbar; und die, mit welchen es sich anders verhält, können auch nicht verborgen bleiben.
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