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Das Buch des Propheten Habakuk

Einführung

Der Prophet Habakuk (»Umarmer« / »Der sich [an Gott] klammert«) wirkte in Juda etwa 620 bis 605 v. Chr., d.h. in der Zeit vor der Einnahme Jerusalems durch Nebukadnezar (vgl. den Hinweis auf die kommende chaldäische Bedrohung in 1,6); er war also ein Zeitgenosse Jeremias. Das von Habakuk geschriebene Buch ist dadurch besonders gekennzeichnet, daß es keine direkte Botschaft an das Volk enthält, sondern die Zwiesprache des Propheten mit dem Herrn aufzeichnet. In Kap. 1 klagt der Prophet über die zunehmende Gesetzlosigkeit im Volk, der Gott scheinbar untätig zusieht. Der Herr antwortet mit der Ankündigung des Gerichts durch die Chaldäer. Habakuk betet darum, daß auch diese Züchtigung ein Ende haben soll. Im Kap. 2 kündigt der Herr auf die Klage Habakuks hin das Ende der chaldäischen Weltmacht an. Hier finden wir den so bedeutsamen Satz »Der Gerechte aber wird durch seinen Glauben leben« (2,4), der im NT gleich dreimal aufgegriffen wird (Röm 1,17; Gal 3,11; Hebr 10,38). Im Kap. 3 ist ein bewegendes Gebet Habakuks festgehalten, das einem Psalm ähnelt und einen Ausblick auf die endliche Rettung Israels durch den Messias enthält.

Inhalt