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Der Brief des Jakobus

Einführung

Dieser Brief wurde vermutlich von Jakobus, dem Bruder des Herrn Jesus Christus, einem der Leiter der Gemeinde in Jerusalem, zwischen 40 und 49 n. Chr. geschrieben und dürfte eine der ältesten neutestamentlichen Schriften sein. Er ist offenkundig an Judenchristen gerichtet, die zerstreut unter den Heiden lebten, doch der Heilige Geist hat in ihm wertvollen Zuspruch für alle Gläubigen gegeben. Jakobus spornt an zu einem praktischen, konsequenten Glaubensleben, das sich auch in der Anfechtung bewährt (1,1-18), und ermahnt uns, Täter des Wortes Gottes und nicht nur Hörer zu sein (1,19-27). Er warnt vor dem Ansehen der Person (2,1-13). Wahrer Glaube zeigt sich immer in entsprechenden Taten (»Werken«); ein bloßes Lippenbekenntnis kann niemand retten (2,14-26). Diese Aussage steht nicht im Widerspruch zu der Lehre des Römerbriefes, daß kein Mensch durch Werke des Gesetzes gerechtfertigt wird, sondern allein durch den Glauben. Jakobus warnt ernst vor den Sünden der Zunge (3,1-12), vor Streitsucht und Begehrlichkeit und vor der Freundschaft mit der Welt, die Feindschaft gegen Gott ist (3,13-5,6). Eine Ermunterung zum geduldigen Ausharren und zum gläubigen, ernstlichen Gebet beschließt den Brief (5,7-20).

Inhalt