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Der Prediger

Einführung

Das Buch Prediger (hebr. Kohelet; gr. Ekklesiastes = »Versammlungsredner«) wurde wie die Sprüche von Salomo, dem Sohn Davids, dem König in Jerusalem verfaßt (vgl. 1,1.12-16). Vielfach nehmen die Ausleger an, daß das Hohelied in den jungen Jahren Salomos entstand und die Sprüche in seinen mittleren Jahren, während das Buch Prediger ein Alterswerk ist. In ihm legt der weiseste und zu seiner Zeit auch reichste und mächtigste Mensch davon Rechenschaft ab, was die Weisheit und das menschliche Streben nach Glück und Selbstverwirklichung »unter der Sonne«, d.h. im diesseitigen, irdischen Leben erreichen kann. Seine immer wiederkehrende Schlußfolgerung ist: »Es ist alles nichtig« leer, vergänglich, ohne bleibenden Wert. Salomo unternahm vieles, erforschte vieles, durchdachte vieles doch am Ende erkennt er nur die Sinnlosigkeit eines rein diesseitigen Lebens. Ohne die Gemeinschaft mit dem lebendigen Gott, ohne Erlösung von Sünde, Tod und Vergänglichkeit, ohne die Hoffnung der Ewigkeit, des Himmels und der unvergänglichen Herrlichkeit, neutestamentlich gesagt: ohne die Errettung, die uns Gott in Christus gegeben hat, ist das Leben des Menschen nichtig und leer. Diese geistliche Botschaft macht das Buch Prediger zu einem wertvollen Bestandteil von Gottes Offenbarung.

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